Willkommen zum Kulturzentrum Gjøvik Gård
Gegründet vom Generalkriegskommissar Alf Mjøen im Jahre 1952

 

Nedre Gjøvik Gård, Hofnummer 61/92

Nedre Gjøvik Gård wurde 1804 von Caspar Kauffeldt als Residenz erworben. Caspar Kauffeldt pachtete Grund des Hofes Hunn nördlich von dem Fluss Hunnselva und etablierte hier das erste Glaswerk des Landes, das im Privatbesitz war. Gjøvigs Glasværk war von 1807 bis 1843 in Betrieb und die Produktion dieser Zeit wird als „die Gjøviker Periode in der norwegischen Glasindustrie“ bezeichnet.

Nedre Gjøvik Gård war bis 1860 im Besitz der Familie Kauffeldt. Im Jahre danach wurde das Gut dem Staatsagronomen Niels Hansen verkauft, der mit Augusta Mjøen verheiratet war. Der Hof mit Sägemühle und Mühle wurde ein Musterbetrieb. Der Sohn Alf Mjøen übernahm den Hof im Jahre 1894.

Die Landwirtschaft wurde 1952 aufgelassen, nachdem der Besitz der Gemeinde Gjøvik vermacht wurde. Es war der Wunsch des Generalkriegskommissars, dass das Gut ein Kulturzentrum werde und seinen Namen trage. Alf Mjøen im Jahre 1956 starb, kam der Besitz unter die Verwaltung der Gemeinde Gjøvik. Seit 1996 wird das Kulturzentrum von dem Kulturmuseum, seit 2006 Mjøsmuseum A/S administriert.


Das Hauptgebäude

Im Jahre 1810 errichtete Caspar Kauffeldt ein neues, stattliches Hauptgebäude im Empirestil. Das Gebäude ist ein Fachwerkhaus mit Vermauerung, ein für diese Gegend des Landes einzigartiger Baustil. Das Hauptgebäude ist seit Kauffeldts Zeit wenig verändert worden. Das Interieur steht unter Kulturschutz. Mobiliar und Hausrat zeigen das Heim der Familie Hansen Mjøen aus der Zeit 1861-1956.

 

Die Gesindestube

Die Gesindestube auf der Südseite des Hofplatzes besteht eigentlich aus zwei Gebäuden, die im Jahre 1810 zusammengesetzt wurden. Der älteste Teil gegen Osten ist ein versetztes Wohnhaus vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Das Gebäude hatte viele Funktionen unter einem Dach: neben Gesindestube und Waschküche mit Backofen auch drei Lebensmittelspeicher gegen Westen. Vor zweihundert Jahren war es ungewöhnlich, so große zusammengesetzte Gebäude zu errichten. Die Lebensmittelspeicher wurden in den 1920iger Jahren zu Wohnungen umgebaut.

Die „Gesindestube“ beherbergt heute Kunstgalerien, und ein gemütliches Cafe.

 

Die Gjøviker Halle
Das Gebäude wurde ursprünglich von Alf Mjøen im Jahre 1910 als Kuhstall errichtet, aber gleich darauf als Schweinestall verwendet. In den 1920iger Jahren wurde es zu einer Hühnerzucht von ca. 3000 Hühnern umfunktioniert. Die Zucht war bis 1952 in Betrieb.

Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Stadt (1961) wurde das Gebäude umgebaut und für Konzerte und Ausstellungen zurechtgelegt. Es dient auch als Übungsraum für das Musikleben der Stadt. Im Jahre 1999 bekam die Halle eine neue Einganspartie mit einem Fahrstuhl für Körperbehinderte, Toiletten und Garderobe. Die Halle hat seit 2005 eine moderne Ausstattung für Konferenzen und hat Platz für 400 Personen. Die Halle ist täglich in Gebrauch und eine wichtige Arena für verschiedene Veranstaltungen.

 

Die Scheune.
Die Scheune wurde in den 1870iger Jahren mittels gebrauchten Rundholzes erbaut. Hier war die Scheune, ein Stall für sechs Pferde und ein kleinerer Kuhstall. In den 1920-iger Jahren wurde sie mit aufrechtstehendem Holzwerk gegen Westen erweitert und bekam u.a. eine neue Auffahrt. Alf Mjøens elektrisches Auto OHIO 1917 steht in der Scheune ausgestellt. Das Auto wurde von dem Kraftwagenverband NAF Abteilung Gjøvik und Umgebung restauriert und im Jahre 1985 der Gemeinde Gjøvik übergeben..

 

„Die Apotheke“
Das Gebäude wurde im Jahre 1810 als Wagenremise für Kauffeldts Wagen und Pferdeaussteuer errichtet. Im Jahre 1861 wurde es für ein Plumpsklo und einen Rollboden für die Familie Mjøen Hansen umgebaut.

Im Jahre 1960/61 wurde der alte Rollboden zu einem Apothekermuseum umfunktioniert. Das Museum zeigt das Inventar der alten Gjøviker Apotheke (Svaneapoteket) von den 1860iger Jahren ab. Heute finden Sie hier auch einen Kramladen.

 

Der Baum der Tausendjahrewende
Der Ahornbaum wurde am 30. Mai 2000 im Westen des Hofplatzes während des Kulturtages für die Kindergärten gepflanzt.

 

Im Sommer: Führungen im Hauptgebäude.

 

Besuchsadresse: Niels Ødegaardsgate 3-7, 2815 Gjøvik
Tel.: 91171500
www.mjosmuseet.no